Myliusstraße, Frankfurt am Main

Das fünfgeschossige Bürohaus aus den 1950er Jahren steht an der Bockenheimer Landstraße im Frankfurter Westend. Seit jeher stellt es einen Bruch zu der umgebenden gründerzeitlichen Bebauung dar und ist heute dennoch ein bewahrenswertes Zeitzeugnis für die Phase des Wiederaufbaus und die Entwicklung von Frankfurt zur Dienstleistungsstadt. Die für moderne Büronutzung ungünstige Überbreite sowie die nicht existierende Dämmung machten eine Reorganisation der Grundrisse und eine Sanierung nach energetischen Aspekten erforderlich. Im Zuge der Modernisierung wurden die Büroebenen zu Kombi-Büros umgebaut, die sich um den Kern mit den dienenden Räumen legen. Innen liegt die Kommunikationszone, konzentrierte Einzelarbeit ist in den durch Glaswände abgetrennten Bürozellen an der Fensterfront möglich. Die neue Fassade ist mit cremefarbenem Naturstein verkleidet und ruft die ursprüngliche Gliederung in Erinnerung. Gratinierte, leicht bossierte Steinbänder zeichnen den Verlauf der Stockwerksdecken nach. Die Fenster sind mit Metalllaibungen vom Naturstein abgesetzt. Um das Volumen des Bauwerks klarer herauszubilden, verläuft über den Schaufenstern des Erdgeschosses ein tiefes Metallband. Den Eingang zu den Ladenflächen betont eine Eingangsstele, die nachts durch Bodenstrahler beleuchtet wird. Auf das Treppenhaus wird die technische Einhausung der Kühlgeräte gesetzt. Es bildet sich eine Wirbelsäule bzw. ein starkes Rückgrat heraus.

 

Myliusstraße, Frankfurt am Main
Sanierung
Adresse: Bockenheimer Landstraße 64
Bauherr: Zurich Versicherungs AG
Fertigstellung: 2008
BGF: 2.848 m²
Nutzung: Büros
Leistungsphasen: 1-9

Jo. Franzke Architekten
Jo. Franzke
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