Jo. Franzke Architekten Jo. Franzke Architekten

Projekt

Kuhhirten- turm

Frankfurt am Main, Deutschland

Ziel war die Schaffung eines modernen und lebendigen Museums und Veranstaltungsortes.

Der Kuhhirtenturm, dessen Entstehungsgeschichte bis ins Mittelalter zurückreicht, diente von 1923 bis zur Berufung Hindemiths nach Berlin dem in Hanau geborenen Komponisten als Wohn- und Arbeitsstätte. Nach seiner teilweisen Zerstörung im Oktober 1943 wurde der Turm seit den 1950er Jahren für das angrenzende Haus der Jugend wohnlich genutzt. Im Rahmen der städtebaulichen Aufwertung des Stadtteils Sachsenhausen bot die Stadt Frankfurt als Eigentümerin und Bauherrin der Hindemith Stiftung an, den sanierten Kuhhirtenturm als Erinnerungsstätte für den Komponisten zu nutzen.

Ziel der Sanierung war es, in Zusammenarbeit mit der Fondation-Hindemith eine Gedenkstätte mit Ausstellungsbereichen für Paul Hindemith einzurichten. Damit war klar, dass die Sanierung des Turms sich an den 1920er-Jahren zu orientieren hatte, in der Hindemith den Turm bewohnte. Sie wurde vom Hochbauamt gemeinsam mit dem Architektenbüro Jo. Franzke durchgeführt. Dabei restaurierte man behutsam viele Details aus Hindemiths Zeit. Dies bedeutete auch, das Dachgeschoss, welches im Zuge einer Sanierung im Jahr 1958 in historisierender Fachwerkbauweise umgestaltet worden war, wieder in einen verschieferten Zustand zu versetzen. Die Holzbodendielen und die Treppe wurden nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten und brandschutztechnischen Erfordernissen aufgearbeitet.

Ziel war die Schaffung eines modernen und lebendigen Museums und Veranstaltungsortes in einem eigenständigen historischen Umfeld. Die historische Tektonik bildet einen würdigen Rahmen für eine museale Ausstattung, die sich bewusst von der baulichen Hülle löst und mit freigestellten Möbeln gestaltet wurde. Alle Einbauten bekennen sich zu einem selbstverständlichen Umgang mit der Moderne.

Ähnliche Projekte

Mylius­strasse
Frankfurt am Main, Germany

Mylius­strasse

The five-storey 1960s office building is located in the Westend district. From the outset its architecture marked a break with the surrounding Gründerzeit buildings. Today, however, it is worth preserving, representing as it does a testimony to German post-War reconstruction and Frankfurt’s development into a service-providing city.

Guiollett­strasse
Frankfurt am Main, Germany

Guiollett­strasse

The ten-storey office building is located in an exclusive part of Frankfurt’s Westend district. After 16 years of use it is clearly in need of maintenance. It will receive new cladding and will now take the form of a stone cube into which a large window is inserted on each side, running the entire length of the building across all the main storeys.

Franken­steiner Hof
Frankfurt am Main, Germany

Franken­steiner Hof

Originally, Frankensteiner Hof the seat of nobility. Following War damage the Drainage and Sewerage Department (Amt für Entwässerung) occupied the site, while the elongated complex is currently being converted into the Town Hall for Social Affairs, apartments and studios.

Top