Durch die Anordnung der Baukörper wird der Block mit einer klaren Kantenstruktur versehen, im Inneren werden drei Wohnhöfe ausgebildet. Die Ecken des Areals werden besetzt, eine Verschattung der wie auf einer Perlenkette aneinandergereihten Stadtvillen wird vermieden. Verbunden sind die Villen über gläserne Erschließungsfugen, in denen die Wohnungseingänge, Treppenhäuser und Aufzüge untergebracht sind. Diese Fugen dienen als Gestaltungselement und lassen sich als Puffer- und Klimazone aktivieren („Energiegärten“). Die Wohnungen in den Stadtvillen werden als Zweispänner angelegt, zweigeschossig konzipiert und geschossweise gegeneinander versetzt. Aufgesetzte Staffelgeschosse bieten durch Dachterrassen zusätzlichen Wohnkomfort. Auch für die straßenseitige Blockrandbebauung werden dreispännige Wohnungen mit gut proportionierten Grundrissen ausgebildet. Die Wohnungen sind durchgesteckt, so dass sie von einer Ausrichtung in zwei Himmelsrichtungen profitieren. Die Loggienzone wird nach Süden bzw. Süd-Westen oder Süd-Osten hin ausgerichtet. Die gestaffelten, gegeneinander versetzten Gebäude bilden nach Süden hin den Kopf des zu bebauenden Blocks und nutzen die beengte Grundstückssituation aus. Sie sollen für temporäres Wohnen genutzt werden, schließen den Blockrand nach Süden und sind erdgeschossig verbunden. Beide Gebäude erhalten Wohnhöfe, so dass sich die konzeptionelle Makrostruktur der ausgebildeten Grünzone für den gesamten Block auch in der Mikrostruktur der Gebäude fortsetzt.
Riedberg, Block 274, Frankfurt am Main
Wohnungsbau
Wettbewerb 2008
Nutzung: Wohnen

